Marlboro: Maybe-Zigaretten-Werbekampagne bleibt verboten

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Der Verwaltungsgerichtshof München bestätigte, dass die Maybe-Kampagne der Zigarettenmarke Marlboro vorläufig verboten bleibt. Bei Marlboro handelt es sich um die bekannteste und meistverkaufte Zigarettenmarke weltweit, die von dem Konzern Philip Morris International Inc. vertrieben wird. Der zweitgrößte Hersteller von Tabakprodukten wurde bereits im 19. Jahrhundert gegründet und hat seinen Sitz in New York.

„Maybe never wrote a song“

Im Jahr 2011 startete das Tabakunternehmen die Maybe-Kampagne, die vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt ist. Die Motive zeigen junge Männer mit Gitarren sowie Frauen, deren Haare im Wind wehen. Die Slogans dazu lauten unter anderem „Maybe never wrote a song“ oder „Maybe never feels free“. Die Bedeutung dahinter: Nichtraucher sind Zauderer, also lediglich „Maybes“. Wer hingegen zur Zigarette greift, ist cool und hip, oder, wie Marlboro es nennt, ein „Be“. Mit dieser Werbung greift das Unternehmen gezielt die Bedürfnisse und Ängste von Jugendlichen auf.

Untersagt: „Maybe never feels free“

Aufgrund des Inhalts hat das Landratsamt München die Maybe-Kampagne der bekannten Zigarettenmarke am 8. Oktober 2013 bundesweit untersagt. Die Werbung veranlasst nämlich vor allem Jugendliche und Heranwachsende im Alter zwischen 14 und 21 Jahren zum Rauchen. Das Verbot gilt für Plakate, Flyer, Kino- und weitere Werbeformen. Philip Morris möchte dieses Verbot jedoch nicht akzeptieren und prüft derzeit rechtliche Schritte. Laut der Aussage des Konzerns soll die Kampagne lediglich erwachsene Marlboro-Raucher in ihrer Wahl bestärken sowie Raucher von Konkurrenzmarken abwerben. Weiterhin erklärte die Philip Morris GmbH Deutschland die Untersagung entbehre „rechtlich und tatsächlich jeder Grundlage“.

Eilverfahren für Marlboro-Maybe-Kampagne

Der zuständige Verwaltungsgerichtshof bestätigte jedoch nun das Verbot der Maybe-Kampagne in einem Eilverfahren. Auch der VGH München ist der Meinung, dass die Werbung der Kampagne zumindest in Teilen vor allem Jugendliche und Heranwachsende zum Rauchen veranlasst. Dies ist jedoch gemäß des vorläufigen Tabakgesetzes nicht erlaubt.

Bereits im letzten Jahr hatten sowohl die Universität Hamburg als auch das Deutsche Krebsforschungszentrum die damalige Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner aufgefordert, etwas gegen die Kampagne zu unternehmen.

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