Binäre Optionen als Finanzwelten: Seit 2012 auf Wachstumskurs

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Der Finanzwettenbegriff ist nicht eindeutig definiert, da es viele Möglichkeiten gibt, mit Finanzen zu handeln. Anleger handeln sowohl mit Wertpapieren, als auch mit Aktien und Optionsscheinen, bei denen im Vorfeld festgelegt ist, welchen Kurswert diese haben. Solche Papiere zählen zu den Finanzwetten.

Ebenso gibt es spezielle neuartige Finanzwetten, die unabhängig von bestimmten Papieren einhergehen. Die sogenannten „Binären Optionen“ sind bei Privatpersonen sehr beliebt und erfreuen sich seit einigen Jahren an immer größeren Zuwachsraten. Seit dem Jahr 2012 boomt diese Art von Finanzwetten und es stoßen ständig neue Broker und Trader hinzu.

Video: Binäre Optionen erklärt! Chance oder Betrug? Erklärung für Anfänger | Finanzlexikon

Was sind binäre Optionen?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit einem eingesetzten Kapital Gewinne zu erzielen. Die binären Optionen sind dabei ein Gebiet, das noch in den Kinderschuhen steckt und sich besonders in den letzten Jahren etabliert hat. Im Gegensatz zu den klassischen Finanzinstrumenten handelt es sich bei den binären Optionen um ein spekulatives Geschäft. Sie sind daher klar von dem Handel an der Börse abzugrenzen und als solche wesentlich einfacher konstruiert. Binäre Optionen gelten als Cash-or-Nothing-Optionen. Sie ermöglichen lediglich zwei Optionen, woraus sich der Begriff „binär“ auch ableitet. Hierbei geht der Trader einen Vertrag mit dem Broker ein.

Diese „wetten“ auf ein bestimmtes Ereignis in einem festgelegten Zeitfenster. Die Laufzeiten der beiden Optionen – call steht für den steigenden Kurs, put für den fallenden – liegen zwischen einer halben Minute bis hin zu 12 Monaten. Im Gegensatz zu den klassischen Optionen im Finanzhandel funktionieren die binären Optionen bereits mit einem minimalen Budgeteinsatz, was dieses Finanzinstrument für Einsteiger im Finanzwettbereich sehr attraktiv macht.

Die Gefahr von finanziellen Einbußen ist als minimal anzusehen, denn die Parteien verlieren nur ihren Einsatz. Ist der Kurs der gewählten Option am Ende des Zeitraums gestiegen, so verdient der Trader damit Geld und die vorher bestimmte Rendite wird ausgezahlt. Diese beträgt zwischen 65% und 90% des eingesetzten Betrages. Es kann bereits mit minimalen Beträgen von beispielsweise 15 oder 20 Euro gehandelt werden.

Der Handel ist leicht zu verstehen, sodass viele Einsteiger Gefallen daran finden. Obwohl sie maximal den eingesetzten Betrag verlieren können, lohnt es sich für absolute Anfänger, sich mit der Thematik der binären Optionen zunächst mit einem Demokonto vertraut zu machen und sich auf Vergleichsportalen einen Überblick zu verschaffen. Auf https://www.qomparo.de/ finden sich zahlreiche Unternehmen mit unabhängigen Bewertungen wieder.

Lohnen sich Finanzwetten mit binären Optionen und sind diese legal?

Binäre Optionen lohnen sich dann, wenn die Broker und Trader realistisch bleiben und die Entwicklung des Kurswertes korrekt einschätzen. So lässt sich in kürzester Zeit viel Geld verdienen, aber auch Verluste einfahren, die bis zu dem vollen Einsatzbetrag reichen können. Insgesamt bleiben die Verluste allerdings von Anfang an überschaubar und sind für beide Seiten kalkulierbar.

Trader, die Gewinne erzielen möchten, sollten sich mit wirtschaftlichen Gepflogenheiten auskennen, über Finanzwissen verfügen und eine Intuition für die Marktbewegungen haben. Zusätzlich dazu sollten sich diese über seriöse Broker informieren und einen entsprechenden Broker wählen, der durch die EU-Finanzbehörden reguliert wird.

Bei dem Handel mit binären Optionen überwiegt für den Trader das Risiko, einen totalen Verlust des Kapitals einzufahren. Dies trifft dann zu, wenn der Trader auf die Option „cash“ wettet, aber ein Verlust eintritt. (#01)

Bei dem Handel mit binären Optionen überwiegt für den Trader das Risiko, einen totalen Verlust des Kapitals einzufahren. Dies trifft dann zu, wenn der Trader auf die Option „cash“ wettet, aber ein Verlust eintritt. (#01)

Die Risiken für Trader, die mit binären Optionen handeln, im Überblick

Bei dem Handel mit binären Optionen überwiegt für den Trader das Risiko, einen totalen Verlust des Kapitals einzufahren. Dies trifft dann zu, wenn der Trader auf die Option „cash“ wettet, aber ein Verlust eintritt. Dabei entscheidet manches Mal schon eine geringe Abweichung darüber, ob jemand eine Rendite einfährt oder Verluste macht. Gewinne oder Verluste sind von dem Marktwert abhängig und unterliegen dabei spekulativen Prognosen. Mit einigen Tipps ist es jedoch möglich, das Risiko, einen Verlust einzufahren, vergleichsweise gering zu halten.

So lassen sich Verluste bei binären Optionen vermeiden

Für Trader lohnt es sich bei binären Optionen, einen Anbieter zu suchen, der hohe Gewinne garantiert, denn um eine dauerhafte Rendite einzufahren, muss der Gewinn so hoch sein, da zwei Drittel aller Wetten gewonnen werden müssen, damit sich für den Trader daraus ein finanzieller Vorteil ergibt. Für den Trader lohnt es sich hierbei, den maximalen Verlust im Vorfeld einzuplanen und diesen als „worst case Szenario“ einzuplanen. Viele Finanzexperten geben deshalb den Rat, zwischen ein und fünf Prozent des Kapitals auf einen Trade zu setzen. Daraus ergibt sich, dass der Trader bei einer binären Aktion lediglich bis zu fünf Prozent seines Kapitals verlieren kann.

Es ist eher sinnvoll, das vorhandene Kapital zu schützen und nicht zu viel zu investieren, als ausschließlich zu spielen, um einen Gewinn einzufahren. Neben der „richtigen“ Kalkulation können Trader gezielt nach Brokern Ausschau halten, welche zusätzliche Features anbieten und es dem Trader ermöglichen, bereits vor dem Ende der Laufzeit eines Trades in die Situation einzugreifen. Mit einer solchen Funktion ist es möglich, die aktuelle Situation erneut für sich zu erwerben und sich den Gewinn quasi „auf einem Zwischenstand“ zu sichern – mit dem Wissen, keinen Totalverlust einzufahren. Damit einher gilt für Trader, ausschließlich auf seriöse Broker zu setzen, welche ihren Sitz in der EU haben und über eine Einlagensicherung verfügen, die bei etwa 20.000 Euro liegt.

Binare Optionen als Finanzwetten sind grundsätzlich als legal einzustufen. Es existiert in Deutschland kein Gesetz darüber, das Finanzwetten verbietet. (#02)

Binare Optionen als Finanzwetten sind grundsätzlich als legal einzustufen. Es existiert in Deutschland kein Gesetz darüber, das Finanzwetten verbietet. (#02)

Die Regulation und Legalität der binären Finanzwetten

Binare Optionen als Finanzwetten sind grundsätzlich als legal einzustufen. Es existiert in Deutschland kein Gesetz darüber, das Finanzwetten verbietet. So gesehen können Trader anlegen, so viel sie möchten. Viele Broker unterliegen der Regulierung durch die zuständigen Finanz-Aufsichten der einzelnen EU-Länder. Die Regulierung allein drückt jedoch nicht die Legalität oder Illegalität zu Finanzwetten aus.

Einige Länder äußern sich rechtlich gesehen nicht dazu, dennoch ist dort das Wetten mit Finanzen als legal einzustufen. Broker benötigen für Länder mit Regulationsauflagen eine Handelslizenz. Dies dient der sicheren Handelsumgebung zwischen dem Trader und dem Broker. In Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, abgekürzt BaFin, für die Finanzregulierung zuständig. Bisher finden sich keine lizensierten Broker in Deutschland wieder, diese sitzen in Zypern oder auf Malta.

Besteuerung als Abgeltungssteuer erforderlich

Immer wieder gab es Unklarheiten darüber, ob es sich bei den binären Optionen tatsächlich um Finanzwetten handelt. Kenner und Fachleute haben sich nach einigen Debatten jedoch dafür entschieden. Finanzwetten sind – im Gegensatz zu Kartenspielen – keine reinen Glücksspiele, sondern mit Wissen, Intuition und Geschicklichkeit verbunden. Diese Meinung teilen auch die Behörden. Aus diesem Grund müssen die Gewinne aus dieser Art von Finanzwetten versteuert werden. Alle Beträge aus binären Optionen unterliegen der Abgeltungssteuer mit einem Steuersatz von 25%. Es besteht dabei die Möglichkeit, die verzeichneten Verluste mit den erzielten Gewinnen zu verrechnen. Dies gilt jedoch nur für die Steuern auf die Kapitalanlagen, nicht jedoch für andere Einkünfte.

Die Steuern aus binären Optionen gelangen direkt an das zuständige Finanzamt. Eine Ausnahme gilt für ausländische Broker. Hier obliegt es einzig und allein dem Trader, seine Gewinne wahrheitsgemäß und transparent in der Steuererklärung anzugeben. Sollte der Gewinn über dem festgelegten Freibetrag von 801 Euro pro Person bzw. 1.602 Euro pro Ehepaar liegen und der zuständige Broker sitzt im Ausland und erteilt keinerlei Auskünfte zu seinen Steuern, so ist es für den Trader oftmals empfehlenswert, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen.

Video: Binäre Optionen: 3 FEHLER mit schlimmen FOLGEN für Anfänger

Binäre Optionen zunächst auf Demokonto nutzen

Damit sich die binären Optionen als Finanzwetten wirklich lohnen, ist es für Spieler sinnvoll, zunächst auf einem Demokonto zu üben., bevor diese in das tatsächliche Geschäft einsteigen. Demo-Konten sind meist kostenlos verfügbar, gestatten es dem Trader, ausreichende Praxiserfahrungen zu sammeln und sind nicht an eine Kontoeröffnung oder Gebühren gekoppelt. Die Handelsbedingungen und – Umgebungen sind jedoch ideal, um einen ersten Eindruck über das Traden zu bekommen und dort ohne Risiko oder zeitlichen Druck mit Geld zu handeln.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Foxy burrow -#01: REDPIXEL.PL -#02:  Foxy burrow

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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