Transaktion vereint Metallfertigung, hydraulische Pressen und Automation unter Dach

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Die geplante Übernahme von Schubert Maschinen- und Anlagenbau sowie Exner Pressentechnologie durch HOK Maschinenbau zum Stichtag 1. März 2026 erfolgt im Rahmen einer übertragenen Sanierung, um die zentralen Betriebsmittel und Patente langfristig zu sichern. Im Ergebnis vereint das Unternehmen präzise Metallfertigung, hydraulische Pressentechnik und Automationslösungen. Die regionale Wirtschaft in Hückeswagen und Ennepetal profitiert durch den Erhalt von circa achtzig Arbeitsplätzen. Gleichzeitig erweitern sich die Service- und Retrofitfähigkeiten der Firmengruppe markant.

Amtsgericht Hagen ordnet Eigenverwaltung und Sanierung für beide Firmen

Die HOK Maschinenbau GmbH übernimmt zum 1. März 2026 im Rahmen einer übertragenden Sanierung die Vermögenswerte der insolventen Schubert Maschinen- und Anlagenbau GmbH sowie der Exner Pressentechnologie GmbH. Bereits ab dem 1. Februar 2026 sind beide Gesellschaften in Eigenverwaltung nach Beschluss des Amtsgerichts Hagen, das Rechtsanwalt Jens Lieser als Sachwalter bestellt hat. Durch den Asset-Deal bleiben zentrale Maschinen, Kundenkontakte und Know-how der Unternehmen erhalten. Zudem schafft die Integration wichtige Synergien.

Nahtlose Kombination hydraulischer Pressen und Sondermaschinen im modernen HOK-Gesamtsystem

Mit dem Asset-Deal werden die Kernkompetenzen von Exner und Schubert in das HOK-Konzernnetzwerk eingebunden. Exner liefert hydraulische Pressensysteme in Kombination mit intelligenten Industrie 4.0-Steuerungen, während Schubert individuelle Sondermaschinen für Schmiede- und Umformprozesse realisiert. Dadurch erhält HOK einen erweiterten Zugang zu OEM-Systemintegration und hochkomplexer Anlagentechnik, wodurch das Unternehmen sein Angebot für schwere Maschinenfertigung, Automation und Retrofit ausbaut und Kunden ganzheitliche Gesamtprojekte inklusive Service und Wartung sowie maßgeschneiderte Nachrüstungen und Monitoring-Lösungen bietet.

Know-how bleibt erhalten dank regionaler Lösung und vernetzter Sanierung

Melina Jenkner unterstreicht, dass die geplante Übernahme langfristig etwa achtzig Jobs an den Fertigungsstandorten Ennepetal und Hückeswagen sichert. Durch das Motto „aus der Region für die Region“ wird gewährleistet, dass fachliches Know-how im Unternehmen bleibt und nicht extern verlagert wird. Gleichzeitig garantieren die verbleibenden Führungskräfte beider Betriebe eine nahtlose Fortführung von Projekten und pflegen weiterhin enge Beziehungen zu den bestehenden Kunden in der neuen Unternehmensstruktur. Sie gestalten Prozesse wirklich effizient.

HOK Maschinenbau bietet Retrofit, Modernisierung, mobile Zerspanung inklusive Steuerungsbau

HOK Maschinenbau ist seit dem AGP-Standortkauf 2017 in Hückeswagen auf die Fertigung schwerer Metallteile bis 25 t spezialisiert. Die Produktionsanlage umfasst moderne CNC-Drehmaschinen, Mehrspindel-Fräswerke und Hochleistungs-Schleifzentren. Mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus offeriert HOK Retrofit-Module, Modernisierungspakete sowie mobil einsetzbare Zerspanungsteams. Abgerundet wird das Angebot durch maßgeschneiderte Automationskonzepte, inklusive Steuerungsbau und umfangreicher Messtechnik zur Überwachung von Prozessparametern und Qualitätsmerkmalen. Durch die Kombination aus mechanischer Präzision und digitaler Vernetzung erfüllt HOK anspruchsvollste Kundenanforderungen in der Energie-, Sondermaschinen- und Automobilzulieferindustrie.

Schubert produziert individuelle Umformmaschinen mit integrierter Robotik und Automatisierung

Die Schubert Maschinen- und Anlagenbau GmbH aus Südwestfalen fertigt seit Jahrzehnten individuelle Pressen, Stabstahlscheren und Robotiklösungen für Umformtechnik. Kunden profitieren von innovativen Maschinen, die in enger Abstimmung entwickelt und mit modularen Systemen ausgestattet werden. Netzwerkfähige Steuerungen erlauben Live-Überwachung und datenbasiertes Prozessmanagement. Effiziente Servicekonzepte und Techniker vor Ort reduzieren Ausfallzeiten, verlängern Maschinenlaufzeiten sowie steigern Produktivität und Qualität. Mit gezielten Retrofit-Angeboten passt Schubert Bestandsanlagen an neue Anforderungen an und bieten fachliche Schulungen.

Exner Pressentechnologie entwickelt modulare Steuerungen für Smart-Factory-optimierte Pressanlagen effizient

Mit dem Presscontrol 4.0-System positioniert sich Exner Pressentechnologie als Vorreiter auf dem Gebiet der smarten Umformtechnik. Die hydraulischen Pressen sind für Zieh-, Stanz- und andere Umformprozesse konzipiert und verfügen über skalierbare Steuerungsarchitekturen, die produktionsspezifische Parametertemplates speichern und automatisiert anpassen. Integrierte Sensorik erfasst in Echtzeit Druck, Temperatur und Zykluszeiten, um die Durchsatzleistung zu maximieren. Abnehmer stammen primär aus der Automobilbranche, der Elektroindustrie, der Medizintechnik sowie dem Haushaltsgeräte- und Uhrensektor und kosteneffizient.

Kanzlei Heidemann Küthe plant Umstrukturierung, LIESER setzt M&A-Instrumente um

Die Heidemann Küthe Rechtsanwälte fungierte als zentraler Koordinator des Bieterverfahrens und setzte ihre langjährige Spezialisierung in den Bereichen Restrukturierung und Eigenverwaltung ein. Parallel dazu brachte LIESER Rechtsanwälte als gerichtlicher Sachwalter tiefgreifende Kenntnisse aus über 3000 Insolvenzverfahren in die Verhandlungen ein. Dabei wurden modernste Bewertungsgrundlagen und präzise Due-Diligence-Verfahren konsequent angewandt. Diese komplementäre Zusammenarbeit ermöglichte einen geordneten Vermögensübergang und stellte den Fortbestand des Unternehmens nachhaltig sicher, unter Einhaltung sämtlicher Sanierungs- und Compliance-Richtlinien.

Starker Partner für Energie-, Technik- und Sondermaschinenbau: Breites Portfolio

Durch die Bündelung von CNC-Dreh-, Fräs- und Schleifkompetenzen mit hydraulischer Pressentechnik und digitaler Steuerungsentwicklung erschafft HOK eine integrierte Wertschöpfungskette vom Rohmaterial bis zum schlüsselfertigen System. Das erweiterte Portfolio deckt OEM-Projekte, individuelle Sondermaschinen und umfassende Retrofit-Leistungen ab. Bestehende Arbeitsplätze bleiben erhalten und werden durch neue Qualifizierungschancen ergänzt. Kunden profitieren von einer einzigen Anlaufstelle für Planung, Fertigung, Automatisierung und After-Sales-Service – inklusive Industrie-4.0-Integration. Regional steigt die Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich gegenüber wechselnden Marktanforderungen deutlich.

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