Vortrag über den Tod Engelberts und seine strafrechtlichen Folgen

01.09.2010 | Münster
Am Freitag (3.9.) um 19 Uhr erläutert Prof. Ulrich Andermann in einem öffentlichen Vortrag die Bedeutung des Mordes an Erzbischof Engelbert aus Sicht der mittelalterlichen Justiz. Die Veranstaltung findet im Vortragsaal des LWL-Museums für Archäologie in Herne statt und ist kostenfrei.

Der Mord am Kölner Erzbischof Engelbert I. im 13. Jahrhundert hat Deutschland politisch, geistlich und auch strafrechtlich erschüttert. Allein das auf den Mörder ausgesetzte Kopfgeld gibt einen Hinweis darauf, welche juristische Bedeutung dieser Mord hatte: 2000 Silbermark wurden auf den vermeintlichen Drahtzieher des Hinterhalts, Friedrich von Isenberg, ausgesetzt - das ist mehr Geld, als es zu dieser Zeit an geprägten Münzen überhaupt gab. Auf den vermeintlichen Mörder warteten gleich zwei Prozesse: ein geistlicher als auch ein weltlicher.

Professor Andermann, Dozent für mittelalterliche Geschichte an der Universität Osnabrück, zeichnet den Weg der strafrechtlichen Verfolgung des Grafen Friedrich von Isenberg bis zu seiner Hinrichtung vor den Toren Kölns nach und beleuchtet die Folgen des 7. November 1225 aus rechtsgeschichtlicher Perspektive

Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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