Vereint für neue Energien und Recht

25.03.2009 | Chemnitz
TU Chemnitz und TU Bergakademie Freiberg gründen Verein - Fachtagungen zu Kohlenstoffdioxid-Speicherung, nachwachsenden Rohstoffen und Energieeffizienz geplant

"Energie, Technik und Recht sollen gemeinsam dazu dienen, nachhaltig die Vorrausetzungen allen Lebens zu schützen und zu entwickeln". Von dieser Vorstellung aus der Vereinsatzung lässt sich der neu ins Leben gerufene Verein "Forschungsstelle Neue Energien und Recht - TU Chemnitz/TU Bergakademie Freiberg e.V.", kurz NEuR, leiten. Nach langjähriger Kooperation im Bereich des Energie- und Umweltrechts zwischen einzelnen Professoren der TU Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg wurde nun die Idee der Institutionalisierung der Zusammenarbeit in die Tat umgesetzt. Zum Vorstandsvorsitzenden von NeuR wurde Rechtsanwalt Dr. Martin Maslaton, Honorarprofessor an der TU Chemnitz und Lehrbeauftragter an der Bergakademie, bestellt. Weiterhin gehören dem Vorstand Prof. Dr. Rainer Wolf, TU Bergakademie Freiberg, als Stellvertreter und Prof. Dr. Ludwig Gramlich, TU Chemnitz, als Schatzmeister an.

"Nicht nur erneuerbare Energien, sondern der gesamte Bereich der Energietechnik und Energiewirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit Kooperationen über die Professur hinaus wollen wir den Transfer in die Praxis vollziehen und in regelmäßigen Veranstaltungen aktuelle Probleme im Bereich der Energiewirtschaft bekannt machen", erklärt Prof. Gramlich, Inhaber der Professur Öffentliches Recht und Öffentliches Wirtschaftsrecht der TU Chemnitz. Die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange begrüßte die Initiative: "Die neue Forschungsstelle wird die Forschungskompetenz im Bereich Erneuerbare Energien weiter bündeln und stärken. Partnerschaften wie diese sind der richtige Weg, denn nur durch das Zusammengehen verschiedener Wissenschaftsbereiche über Unigrenzen hinweg können die besten Lösungen für eine effiziente Energienutzung erarbeitet werden, die dann von den Partnern in der Wirtschaft umgesetzt werden können."

Die Chemnitzer und Freiberger Wissenschaftler werden zu Erneuerbaren Energien, Energieeffizienzinstrumenten und neuen Formen der Nutzung klassischer Energieträger arbeiten und forschen. Dazu sind erste Fachtagungen in den kommenden Monaten in Freiberg, Leipzig und Chemnitz in Vorbereitung, bei denen Energiethemen durch Experten aus Recht, Technik und Wirtschaft vorgestellt werden. "Uns ist es wichtig, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu ermöglichen und auch kompetente Partner aus Unternehmen sowie der Politik zu den Veranstaltungen als Referenten zu gewinnen", so Gramlich weiter. Bei den Veranstaltungen wird unter anderem zu Kohlenstoffdioxid-Speicherung, nachwachsenden Rohstoffen sowie energiewirtschaftsrechtlichen Problemen wie der Liberalisierung des Messwesens und Energieeffizienz informiert. Weiterhin sollen über die Fachtagungen hinaus erstellte Diskussionspapiere zu den aktuellen Problemstellungen Anstöße zu wissenschaftlichem Diskurs bieten.

Quelle: Pressemeldung Technische Universität Chemnitz

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