Hartmannbund-Vorsitzender lässt Klage gegen IKK-Vorstand prüfen

17.10.2001 | Berlin
IKK-Vorstand Gernot Kiefer muss mit einer Klage des Hartmannbund-Vorsitzenden Dr. med. Hans-Jürgen Thomas rechnen: "Was Herr Kiefer sich mit seinen ungeheuerlichen Anschuldigungen wegen angeblichen gehäuften Abrechnungs-betruges leistet, ist verleumderisch und erfüllt nach meiner Ansicht den Tatbestand der üblen Nachrede."

Im Vorfeld der Hauptversammlung des Hartmannbundes in Baden-Baden machte der Verbandsvorsitzende deutlich, dass er mit größtem Nachdruck alle rechtlichen Möglichkeiten des Vorgehens gegen den IKK-Vorstand bereits prüfen lasse.

"Herr Kiefer diffamiert nicht zum ersten Mal in unzulässiger und keinesfalls faktengesicherter Art und Weise den ärztlichen Berufsstand", stellte Dr. Thomas fest und verwies darauf, dass der IKK-Vorstand "bewusst lügt", wenn er behaupte, durch die von ihm unterstellten Abrechnungsmanipulationen würden die Krankenkassen um Milliardenbeträge betrogen. "Auch Herr Kiefer sollte wissen, dass bei möglichen Abrechnungsbetrügereien Ärzte ihre Kollegen schädigten und keinesfalls die Krankenkassen." Einem solcherart irreführend argumentierenden Kassenfunktionär müsse - schon im Hinblick auf das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt - das Handwerk gelegt werden.

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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