Betonarbeiten an der Coface Arena fachgerecht durchgeführt

04.03.2010 | Mainz
Generalunternehmer und Bauherr weisen Unterstellungen zurück

In Pressemeldungen, Leserbriefen und Internetforen wurde in den vergangenen Tagen die Behauptung aufgestellt, dass auch bei tiefen Frosttemperaturen von Minus 15 Grad Celsius Betonarbeiten an der Coface Arena ausgeführt worden seien und damit die Standfestigkeit der Coface Arena nicht gesichert sei.

Dem tritt heute der Oberbauleiter der HBM, des Generalunternehmens der Coface Arena entgegen: "Wir haben Massenbeton mit bis zu 800 m³ bei 5 Minusgraden verarbeitet und nicht bei -15 °, wie auch im Betoniertagebuch dokumentiert ist, das der GVG, dem Bauherrenvertreter, vorliegt," stellt Peter Wolf klar. Auch Ferdinand Graffé, Projektleiter der GVG, bestätigt, dass das Betoniertagebuch von einem externen Baustofflabor geführt und vom Bauherrenvertreter kontrolliert wird. Ein Großteil des Stadionkörpers sind zudem Betonfertigteile, die in einer Halle hergestellt und zur Baustelle transportiert werden.

Wolf führt weiter aus, dass auf der Baustelle der Coface Arena der Ortbeton im Winter grundsätzlich als Warmbeton verarbeitet wird. Dabei wird das Betonierwasser erwärmt, um so eine Frischbetontemperatur von bis zu 18 Grad zu erreichen. Graffé ergänzt, dass der Beton direkt auf der Baustelle in einem Betonmischwerk hergestellt wird und nicht, wie zum Beispiel beim Autobahnbau, über lange Wege herangeführt werden muss "Im Übrigen sind die Schalungen und die Bewehrung nachts vor der Betonage mit Warmluftgebläsen erhitzt und das Betongut danach mit Dämmmatten geschützt worden."

Oberbauleiter Wolf erinnert daran, dass beim Abbindeprozess des Betons Wärme entsteht und der Massebeton so geschützt ist. Im Übrigen sind filigranere Bauteile, wie Stützen und Wände, nur bei Außentemperaturen um die 0 bis -2 ° betoniert worden. Dies stellt bei Verwendung von Warmbeton und der Verwendung von Dämmmatten, wie dies auf seiner Baustelle bei Frosttemperaturen selbstverständlich ist, ebenfalls kein Problem dar.

Grundsätzlich ist Betonieren auch bei -20 Grad möglich. Es bedarf nur entsprechender technischer Maßnahmen. Ferdinand Graffé: "Alle notwendigen technischen Maßnahmen wurden erfüllt und durch das externe Baucontrolling bestätigt. Im Übrigen gibt es TV-Berichte von SWR und SAT1, die das Betonieren begleitet haben und in deren Aufnahmen die Aussagen der Verantwortlichen auch für Laien nachvollziehbar dokumentiert sind."

Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz

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